Projektbeschreibung Sömmeringstraße

Nach einer langwierigen Planungsphase wurde das Neubauvorhaben „grüne9“ beginnend im September 2010 in Berlin-Charlottenburg auf ein 4.906 m² großes Grundstück unweit der Spree errichtet und 2013 fertiggestellt. Das Ensemble besteht aus insgesamt 9 eigenständigen Häusern mit 99 Wohneinheiten, die als KFW-Effizienzhaus 70 errichtet wurden. Dies bedeutet, dass in neueste ressourcensparende Technologien investiert wurde, was derzeit immer noch dem maximal Möglichen im Wohnungsbau entspricht. Dazu zählt auch der konsequente Einsatz erneuerbarer Energien. Besondere Highlights sind:

    Die Wärme- und Warmwasserversorgung erfolgt ohne fossile Brennstoffe (erneuerbare Energien) über hocheffiziente Luft-Wasser-Wärmepumpen der Firma Weishaupt. Jedes Haus verfügt über mindestens zwei Wärmepumpen, die sich gegenseitig unterstützen und so einen geringeren Einsatz des Heizstabes (Bivalenz) erzielen. Zur weiteren Senkung der Betriebskosten wurde eine Photovoltaikanlage montiert, deren erzeugter Strom verkauft wird. Jede Wohnung erhielt eine dezentrale Be- und Entlüftung nach berechneten Werten mit mehreren InVENTer 14v. Diese Geräte können gesamt oder auch raumweise gesteuert werden. Alle Wohnungen erhielten eine moderne Fußbodenheizung und hochgedämmte Holzfenster. Die Raumhöhen betragen jeweils 2,90 m. Jedes Haus erhielt einen eigenen Aufzug mit modernster Technik. Dadurch sind alle Wohnungen barrierefrei erreichbar. Alle Bäder erhielten hochwertige Badkeramik und Fliesen der Marke Villeroy & Boch der Serie „architektura“ sowie "Grohe" Armaturen. Es wurde eine zentrale Abwasserrecyclinganlage mit Membrantechnologie installiert, welche das entstehende Abwasser wieder als Brauchwasser mittels biologischen Belebtschlamms ökologisch sinnvoll recycelt und rückgewinnt. Es steht dann zur Nutzung für die WC-Spülung, Waschmaschine und zur Bewässerung der Außenanlage zur Verfügung. Es wurden eigens für den Neubau zwei Elektrotankstellen vorgesehen.

Besonderheiten

Besonders hervorzuheben ist die etwas problematische Gründung mittels Verdrängungsbohrpfählen, auf deren Bohrpfahlköpfen zur schwingungsreduzierten Entkopplung wegen der Überbauung der U-Bahn Sylodynlager der Firma Getzner eingesetzt wurden. Damit konnten sämtliche Schwingungen aus dem Erdreich stammend bestmöglich reduziert werden.

Weiterhin wurden alle 99 Wohneinheiten individuell gestaltet, geplant und errichtet. Jeder Erwerber bekam die Möglichkeit, seine persönlichen Wünsche umzusetzen und somit seiner Wohnung eine individuelle Note zu verleihen.